Geschichtliches über den Rhodesian Ridgeback

Der Rhodesian Ridgeback ist die einzige aus dem südlichen Afrika stammende Hunderasse und besitzt dort eine sehr lange Tradition als Jagd- und Schutzhund.

 

Erste portugiesische Berichte aus dem südlichen Afrika im Jahre 1480 erwähnen den Hund mit dem Rückenkamm, das einzige Haustier der Hottentotten, als „überaus brauchbar und treu“.

Die ersten Siedler am Kap erwähnten Mitte des 17. Jahrhunderts die ridgetragenden Hunde und ihren „wilden Mut vor Raubtieren“.

 

Die Einwanderer erkannten schnell die Überlegenheit des bodenständigen Hundes gegenüber den mitgebrachten europäischen Hunden. Durch Einkreuzung von Spezialblut, vor allem des Bloodhound, auch des Airedals  und des Collies, schufen sie so den „Boer-Hound“, einen Spezialisten der Buschjagd, vor allem auf Großkatzen und einen unbestechlichen Wächter ihrer Farmen und Herden.

 

1890, als die Besiedlung Rhodesians erfolgte, besaß der “Löwenhund“ einen so guten Ruf, dass eine schnelle Verbreitung über das gesamte südliche Afrika die Folge war.

 

1922 wurde in Bulawayo/Südrhodesian“ (im heutigen Simbabwe) der Zuchtverband des „Rhodesian Ridgeback“ gegründet, 1924 erkannte ihn die Kennel Union South Afrika (KUSA) als „Jagdhund“ an.

1949 erfolgte eine Umgruppierung der vielseitigen Rasse in die Gebrauchshundeklasse.

 

Der Rhodesian Ridgeback ist mittlerweile weltweit verbreitet und wird neben dem Jagdgebrauch als Wach- und Polizeihund, im Sanitäts- und Blindendienst eingesetzt..

 

Aussehen und Charaktereigenschaften

 

Der hell- bis rotweizen farbene Hund ist zwischen 60 – 70 cm groß und hat einen eleganten, harmonischen und muskulösen Körperbau mit kurzem Fell.

Charakteristisch ist sein Ridge.

Nangas korrekter Ridge
Nangas korrekter Ridge

Der Ridgeback ist ausdauernd und schnell, aber von gelassenem Temperament und besitzt eine vorzügliche Nase, Nervenstärke und Raubzeugschärfe.

Er ist  ein spätreifer Hund, der erst mit 2 – 3 Jahren körperlich und seelisch voll entwickelt ist Dafür ist er bis ins hohe Alter lernfähig.

 

Der Ridgeback schließt sich sehr eng an seine Familie an. Fremden gegenüber kann er vorsichtig und reserviert sein, jedoch ohne Scheu und Aggression.

Ruhige Freundlichkeit, gepaart mit viel Einfühlungsvermögen und Konsequenz machen aus dem Ridgeback einen Begleiter, der sich gut in eine Familie, auch mit Kindern einordnen kann . Härte, Strafen und Ungeduld sind bei der Erziehung des Ridgebacks kontraproduktiv und führen schnell zu unerwünschtem Verhalten.

 

Ridgebacks sind sehr intelligent, sie begreifen schnell, was man von ihnen verlangt, jedoch genauso schnell haben sie begriffen, ob Sie eine echte „Führerpersönlichkeit“ sind oder ein unsicheres Verhalten ihm gegenüber zeigen. Dann übernimmt er die soziale Kompetenz, und dies kann zu Rangordnungsproblemen zwischen Hundeführer und Ridgeback führen.

 

Der Ridgeback erledigt viele Dinge auf seine eigene Art und Weise. Ehe er einen Befehl ausführt, braucht er manchmal Bedenkzeit! Wenn Sie einen Hund bevorzugen, der blitzschnell und bedingungslos gehorcht, wählen Sie lieber eine andere Rasse!

 

Der Ridgeback braucht viel Auslauf, Aufmerksamkeit und auch geistige Beschäftigung, vor allem für seinen hervorragenden Geruchssinn. 

 

Hat er eine gute Erziehung genossen und wird er entsprechend seinen Neigungen und Veranlagungen gehalten und geführt, brauchen Sie nur noch ein großes Herz für einen einmaligen Hund, und Sie werden einen großartigen Begleiter für viele Jahre an Ihrer Seite haben!